Harry Zingel’s BWL-Weblog

27.09.2008

Das neue Qualitätsformular: raten Sie Ihren Bildungsträger!

Schon immer gab es auf meiner Seite ein Kundenfeedback-Formular, mit dem man meine Arbeit bewerten konnte. Dieses Formular wurde aber auch oft benutzt, um andere Dozenten und Bildungsveranstalter zu bewerten. Jetzt ist es in einer erweiterten Version erschienen:

Bewerten Sie Ihre Bildungsfirma hier!

Alle Angaben sind selbstverständlich freiwillig und völlig unverbindlich. Es gibt keine Pflichtfelder. Natürlich werden alle Feedbacks vertraulich behandelt. Wer aber Namen nennt und Mißstände offenlegt hilft, Fehler zu beseitigen und die Qualität des jeweiligen Anbieters zu verbessern, und das ist leider nur allzu nötig – wie die Erfahrungen der letzten Zeit zeigen.

Kommentare sind willkommen!

Kürzlich erschienene Artikel über unseriöse Bildungsfirmen:
· Unseriöse Lehrgangsträger: das Bildungs-Pyramidenspiel
· Unseriöse Lehrgangsträger: Die »Study-Technology«-Heilsversprechen
· Die Qualitätsmängel der Kämmerlinge: Vorschlag für Pflichtakkreditierung von Fortbildungsanbietern

(Harry Zingel)

25.09.2008

Hermes, der Götterbote, hat sich erholt :-)

Gespeichert unter: Harry's log — Harry Zingel @ 6:16
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Vor einigen Tagen spekulierten wir an dieser Stelle, ob der Götterbote Hermes beim Komasaufen war, oder aus welchem anderen Grund selbst eine Woche nicht zur Zustellung eines Kurierpaketes ausreiche. Inzwischen scheint der Götterbote von seinem Alkoholexzeß genesen: alle bestellten Bücher sind endlich angekommen, und wurden sogleich weitergeschickt. Hoffentlich kommen sie bei den Lesern in weniger als einer Woche an.

Ein bitterer Nachgeschmack bleibt dennoch: der Kurierfahrer, der anscheinend doch nicht auf einer Kuh ritt, hat es nicht geschafft, den richtig auf dem Paket stehenden Straßennamen zu finden, sondern den alten, bis vor einem Jahr gültigen Straßennamen gesucht. Hat der Paketdienst keine aktuellen Navi-Karten? Kein Wunder, daß der Fahrer ca. 20 km entfernt von hier endete. Von dort rief er verzweifelt hier an, und meine Frau erklärte ihm den Weg – doch erst drei (!) Werktage später tauchte das Paket endlich hier auf. Beim Zahnarzt unten an der Straße. Hat der Kurierfahrer mit den alten Straßenkarten nicht gewagt, es hier bei uns abzuliefern?

Möglicherweise ist die Post zu billig, oder die Energiekosten sind zu hoch, so daß keine Leistung mehr für den Kunden übrigbleibt. Das jedenfalls war ein Armutszeugnis…

19.09.2008

War Hermes beim Komasaufen?

Gespeichert unter: Harry's log — Harry Zingel @ 4:20
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Nach Satz und Korrektur folgt der Druck, und wenn der Verlag mitteilt, daß die neuen Bücher frisch verpackt aus der Herstellung gekommen seien, kann der Autor sich zurücklehnen und auf die ersten (hoffentlich positiven) Rezensionen warten. Zwölf mal habe ich das jetzt durch. Kein Buchstart ist wie der andere, aber dieser ist wie keiner zuvor…

Der Ausreden sind es viele: da soll eine ganze Palette vom LKW gefallen sein, mit fast 1.000 meiner neuen Bücher. Wer klaut Tausend mal die Kostenrechnung? Immerhin, die Diebe scheinen recht kostenbewußt zu sein :-) Kunden, die das irgendwo beim Buchhandel kaufen wollten, werden auch vertröstet. Selbst die bevorzugt belieferten Großbuchhändler scheinen nix zu haben: Die neue „Kosten- und Leistungsrechnung“ vom Zingel sei erst in zwei Wochen verfügbar, heißt es, zwei Wochen nach dem offiziellen Startschuß vom Verlag. *Grausel* Der Zingel kriegt schon eMails von anderer Leute Kunden, hat aber selbst keine Exemplare, sogar Kunden in der Schweiz warten. Die zehn Exemplare, die ich bekommen habe, fanden nicht mal den Weg in mein Büro, sondern gleich in die Briefumschläge. Der Tropfen auf dem heißen Stein.

Dann hat der Auslieferungsfahrer mit dem Ersatzpaket angeblich meine Adresse nicht gefunden. Nun gut, der Straßenname wurde verändert, aber vor fast einem Jahr. Hat sich das noch nicht bis zu den Postdiensten herumgesprochen? Da ruft der Mann meine Frau an, die es ihm haarklein erklärt. Zustellung? Trotzdem Fehlanzeige, nach einer Woche. Ach ja, das war die Kurierzustellung. Reitet der Kurierfahrer auf einer Kuh?

Überhaupt, die Wege: War es etwa der Brand im Ärmeltunnel? Die Bücher wurden nämlich im Vereinigten Königreich gedruckt. Bin ich dort etwa mit dem Bannsstrahl belegt ob meiner Kritik am Kriegskurs der Queen? Oder stecken die Lieferungen im Ärmeltunnel fest, so daß ich nichtmal eines der Autorenexemplare aus dem Ärmel schütteln kann? Oder müssen meine Bücher über den Kanal gerudert werden, einzeln?

Es ist ein Trauerspiel… die „Kosten- und Leistungsrechnung“ besteht derzeit nur in den Opportunitätskosten, außer freilich für elf Kunden, die sich glücklich schätzen, eines der begehrten aber seltenen Exemplare ergattert zu haben. Streng nach FIFO, aber doch verschickt. Und unter Beachtung der deutschen Buchpreisbindung. Wann die Bücher aber auch bei den Leuten ankommen, mag ich mir freilich gar nicht erst vorstellen… vielleicht wurden sie geschickt geschickt: der Bundespostminister entscheidet per Los, ob und wann die Sendungen zugestellt werden.

Es bleibt ein Schluß: Hermes, der Götterbote, war beim Komasaufen. Daher liefert er nicht mehr, jedenfalls nicht in den amtlich umbenannten Erlgarten.

Ach ja, Hermes ist auch der Gott der Diebe. Das aber jetzt tausendfach kostenbewußt…

Link zur Buchpremiere: http://www.bwl-bote.de/20080823.htm

16.09.2008

Die Sendung ohne Maus, oder wie wir den Anschluß mutwillig verpassen

Gespeichert unter: Aus- und Fortbildung — Harry Zingel @ 11:32
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Angeblich werden Milliarden in die Bildung investiert, doch das viele Geld läßt sich bislang kaum blicken. Jedenfalls nicht in der akademischen- und der Erwachsenenbildung. Aber es ist nicht nur ein Problem der Finanzmittel: auch in zeitgemäßere Lehrpläne und angemessene Prüfungen müßte investiert werden, und das ginge ganz ohne Milliarden. Schauen wir mal, wie das gehen könnte.

Legende ist der Tag, an dem mich der leitende Professor einer mir wohlbekannten höheren Lehranstalt, zugleich auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses dabei erwischte, wie ich mit einer Fünfmeter-Verlängerungssteckdose in der Hand auf dem Parkplatz der genannten Institution meinem Auto entstieg. Auf die Frage, was ich denn mit der langen Leitung in der Prüfung wolle erklärte ich wahrheitsgemäß, daß mein Laptop-Computer schließlich irgendwo Anschluß suche. Und prompt gab er also kund und zu wissen, daß Computer in Prüfungen nicht erwünscht seien. Diese seien Sendungen ohne Maus.

Diese Institution, deren Namen oder Standort ich natürlich hier nicht nenne, denn ich bin dort ja seit Jahren Auftragnehmer, vermittelt auch bis heute keinerlei Digitalkompetenz an ihre Studis, die selbst in Diplomarbeiten oft noch die gröbsten Anfängerfehler im Umgang mit der Software machen. CI-Schemata, Programmiersprachen, Datenbanken – alles Fehlanzeige. Aber mehr noch, auch die eigenständige Erarbeitung digitaler Elemente im Rahmen der Diplomarbeit darf offiziell nicht gewertet werden: wer also seine Diplomarbeit auf CD abgibt, oder gar als Teil der Diplomarbeit eine Programmiersprache selbständig erlernt und damit etwas für seinen Betrieb Nützliches herstellt, so wie kürzlich einer meiner Schützlinge aus Bad Salzungen, darf dafür nicht positiv bewertet werden, jedenfalls nicht offiziell: ein anachronistischer Zustand bedenkt man, wie teuer die kundenspezifische Anpassung („customization“) von ERP-Systemen auf dem freien Markt nun mal ist.

Das unzeitgemäße Bild setzt sich in anderen Teilbereichen fort, beispielsweise im Rechnungswesen. Diplomkandidaten einer ganz ähnlichen ebenso öffentlichen Ausbildungsinstitution, die auf FH-Niveau auszubilden beansprucht, könnte ich mit Prüfungsfragen aus IHK-Prüfungen locker kippen. Von internationalem Rechnungswesen haben die nach sechs Semestern noch kein Sterbenswörtchen gehört: die Dozenten lehren nur das HGB, und auch das eher oberflächlich. Selbst die IHK, die gebunden ist nach amtlichen Verordnungen und staatlich abgesegneten Rahmenstoffplänen zu unterrichten, ist da inzwischen viel näher an der Zeit. Ein mittelprächtiger Bilanzbuchhalter steckt seine spätere Führungskraft locker in die Tasche.

Die Globalisierung ist eine Tatsache, ob wir das wollen oder nicht. Wir müssen uns dem also anpassen, und das ist einerseits ein digitaler Vorgang, denn der einzige Ort, wo in den Betrieben heute etwas ohne Computer flüssig erledigt wird, ist die Toilette. Andererseits ist die weltweite Standardisierung des Rechnungswesens ebenfalls ein Faktum, dem wir uns anpassen müssen – schon weil Deutschland wieder mal Exportweltmeister ist, vor China, vor den großen USA, aber immer noch mit altdeutschen Rechnungslegungsvorschriften. Wer die Auszubildenden von heute nicht auf die Zustände von morgen vorbereitet, begeht einen schweren Fehler. Der Wandel muß in den Köpfen beginnen, aber dort ist er noch immer nicht angekommen. Kein Wunder also, daß der Exportweltmeister in Sachen Bildung im internationalen Vergleich immer weiter zurückfällt – eben auch im akademischen Bereich.

15.09.2008

Basiszinsrechner erweitert

Gespeichert unter: Rechnungswesen — Harry Zingel @ 9:55
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Der bekannte Basiszinsrechner aus dem Excel-Ordner der BWL CD wurde heute in einer erweiterten Version veröffentlicht. Der Basiszinsrechner berechnet den Verzugszins gemäß §286 Abs. 1 und 2 BGB. Er enthält alle Zinssätze seit dem 01.09.2000 und kann bei Bekanntgabe neuer Zinssätze durch die Bundesbank (jeweils am 1. Januar und 1. Juli jedes Jahres) ohne Eingriff in die Programmierung aktualisiert werden.

Bisher konnte das Programm nur eine die ganze Zeit über bestehende Forderung berechnen:

Bisherige Gesamtberechnung

Bisherige Gesamtberechnung

Jetzt wurde der Basiszinsrechner um die Berechnung ratenweise getilgter Forderungen erweitert. Dabei können beliebige Teilzahlungen zu beliebigen Zeitpunkten berücksichtigt werden:

Zinsberechnung mit Teilzahlungen

Zinsberechnung mit Teilzahlungen

Nach der letzten Teilzahlung noch bestehende Restforderungen werden dabei bis zum aktuellen Tagesdatum verzinst. Die Reihe der Tilgungen muß lückenlos und fortlaufend sein; Eingabefehler werden vom Programm abgefangen.

Die Zinstagerechenmethode ist nach wie vor 365/366-echt.

Die Datei ist nur auf der BWL CD und nicht öffentlich verfügbar. Registrierte Nutzer der BWL CD bekommen wie üblich den Freischaltschlüssel, so daß die Datei für sie quelloffen und beliebig änderbar ist.

Der Basiszinsrechner läuft auf Excel® 97/2000/XP/2003/2007.

11.09.2008

Paralympics in Beijing: was ich nicht verstehen kann…

Gespeichert unter: Harry's log, Wider den Zeitgeist — Harry Zingel @ 2:23
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Derzeit nähern sich in Beijing die Paralympics ihrem wohlverdienten Ende, nachdem die „eigentliche“ Olympiade schon einige Tage zuvor zu Ende gegangen ist. Einige Gedanken gehen mir dabei nicht aus dem Kopf.

So ist mir der Zweck der ganzen Sache eigentlich gänzlich unklar. Wenn einer behindert ist, also in irgendeiner Form, wie das früher viel zutreffender hieß, körperlich verstümmelt, warum betreibt so einer dann noch Sport? Sport, mens sana in corpore sana, wo es also auf Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit usw. ankommt, kein Behinderter kann das wie ein Gesunder. Warum versucht er es dann?

OK, ich gebe zu, auch für den „normalen“ Sport fehlt mir das Verständnis: warum läuft einer, wenn man den Weg auch fahren kann? Warum schwimmt der Mensch, Meerestiere werden es imemr besser können als Menschen. Aber Menschen in Schiffen udn U-Booten dann wieder besser als die Tiere, und eben dieses unterscheidet den menschen vom Tier: er kann seine körperlichen Limits mit den Mitteln der Technik erweitern, die Natur mit dem Geist transzendieren. Per aspera ad astra! Warum also ohne technische Hilfsmittel… doch, ich vergaß, es gibt einen Grund: die Millionensummen der Zuschauer und Sponsoren. Das freilich rechtfertigt den Leistungssport, denn es gibt einen Markt. Das ist die ultimative Antwort auf alle Sinnfragen.

Warum aber die Paralympics vor leeren Rängen?

Auch die körperlichen Beschränkungen der Behinderten kann man inzwischen weitgehend transzendieren, und bald wird man Blinde sehend und lahme laufend machen können, die Wunder aus der Bibel werden Wirklichkeit. Daran sollten wir arbeiten, nicht an fragwürdigen Rekorden.

Ach ja, ich verstehe. Die Millionensummen der pharmazeutischen Industrie, das olympische Doping-Labor. Wie konnte ich das vergessen…

05.09.2008

Lösung zur Aufgabe über Prozeßkostenrechnung

Vor einigen Tagen haben wir an dieser Stelle eine (neue) Aufgabe zur Prozeßkostenrechnung publiziert. Diese war, wie viele solche Aufgaben, zunächst eigentlich nur für eine bestimtme Seminargruppe gedacht, ist jetzt aber auch allgememein zugänglich veröffentlicht worden.

Jetzt ist im BWL-Showcase die Lösung zu dieser Aufgabe freigegeben worden.

Rein zufällig (?) wurde bei der Gelegenheit gleich eine kleine Aufgabensammlung zur Prozeßkostenrechnung veröffentlicht; die letzte Woche gepostete Aufgabe nebst zugehöriger Lösung befindet sich am Schluß. Weitere Aufgaben, die jetzt eingesehen werden können, reichen von den grundlegenden Definitionen der Prozeßkostenrechnung bis zu komplexen Klausuren-Knallkörpern. Natürlich sind alle Lösungen enthalten.

Wie alle Veröffentlichungen im BWL-Showcase bleibt auch diese Datei nur ca. ein bis zwei Wochen stehen und wird dann durch etwas Anderes ersetzt. Wer diese Aufgabe also sehen will, muß sich ranhalten.

03.09.2008

Mother Google is watching us?

Gespeichert unter: Netzwelt — Harry Zingel @ 6:28
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Nach der Installation von GoogleChrome kann ein Blick in die HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run und das Pendant bei HKCU in der Registry nicht schaden:

Mutter Google bleibt im Speicher

Mutter Google bleibt im Speicher

Dient das wirklich nur dazu, den User mit der jeweils neusten Version der kostenlosen Software zu versorgen, oder werden wir hier von Mutter Google fürsorglich beobachtet?

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