Harry Zingel’s BWL-Weblog

05.02.2009

Sch…-PayPal

Gespeichert unter: Achtung! Finger Weg!, Harry's log — Harry Zingel @ 7:40
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Ich brauche ein bestimmtes technisches Gerät. Das kommt aus dem Internet, weil dort billiger – gleichwohl aber immer noch vierstellig. Kreditkartennummern auf Webseiten einzugeben, gilt aber als unsicher. Also verwende ich den bekannten Online-Bezahldienst PayPal. Das war am 30. Januar.

Und so sieht heute, am 5. Februar, mein PayPal-Konto aus:

PayPal verzögert Zahlungen

PayPal verzögert Zahlungen

Das ist kaum zu fassen! Die sitzen eine Woche auf meinem Geld. ich frage mich, wozu man einen Online-Bezahldienst braucht, wenn der Transaktionen so lange verzögert. Das jedenfalls ist nicht, was ich unter Service verstehe.

Natürlich habe ich mich beschwert, und das ist, was ich zur Antwort bekam:

Wenn Sie mit PayPal per Lastschrift zahlen, kann es vorkommen, dass manche Zahlungen für eine Standardsicherheitsprüfung ausgewählt werden.

Das bedeutet für Sie nichts weiter, als dass unser internes System für diese eine Zahlung entschieden hat, dass PayPal den Betrag nicht vorstreckt, sondern wartet, bis dieser von Ihrer Bank freigegeben wurde.

Was zum Teufel streckt PayPal hier vor, wo mein Bankkonto doch am 30. Januar längst belastet wurde? Wie kommt es, daß ich am 30. Januar etwas bezahle (Kontoauszug liegt vor, PayPal hat erfolgreich eine Lastschrift gebucht), und die Transaktion am 5. Februar noch immer als „Offen“ gelistet ist? Warum hat der Händler nach eigenem Bekunden auch kein Geld bekommen?

Eines weiß ich jedenfalls: mit PayPal bin ich fertig. Ich storniere jetzt deren Lastschrift – und zahle den Händler direkt.

PayPal – Nein Danke!

14 Kommentare »

  1. „Was zum Teufel streckt PayPal hier vor, wo mein Bankkonto doch am 30. Januar längst belastet wurde?

    Sie sollten dringend die Gebrauchsanleitung von Paypal lesen; Sie haben da etwas grundsätzlich nicht verstanden.
    Aber da Sie PayPal gekündigt haben, hat sich das ja wohl erledigt.

    Ich nutze Paypal seit Jahren problemlos und habe zusätzlich noch den Sicherheits-Dongel. Das dürfte für Online Zahlungen momentan eine der sichersten Methoden sein.

    Kommentar von Charlie — 07.02.2009 @ 8:15

  2. Sollte in den Anleitungen von PayPal stehen, daß Zahlungen eine Woche brauchen, dann habe ich das in der Tat nicht verstanden. Dann wäre aber zu prüfen, ob das nicht ein Verstoß gegen §305 c Abs. 1 BGB und damit unwirksam ist. In der Tat habe ich dort gekündigt, und bei der Gelegenheit wird man ausführlich nach den Gründen der Kündigung gefragt. Eine gute Gelegenheit, denen das mal zu erläutern. Nur ob die auch einen QM-Beauftragten haben?

    Kommentar von Harry Zingel — 07.02.2009 @ 8:20

  3. Eine Firma, die Dinge verkauft und sich diese Dinge über PayPal bezahlen lässt, bekommt das Geld von PayPayl sofort, wenn der Kunde die Zahlung anweist. Das klappt zum Beispiel auch bei meinen Ebay verkäufen, die ich mir gerne über Paypal bezahlen lasse, weil dann das geld auf meinem Konto sofort gut geschrieben wird.

    Wann dann das Geld vom Konto des Käufers abgebucht wird oder wann die Zahlung auf seinem Auszug auftaucht ist eher unwichtig; zumindest von der Zahlung her gesehen.

    Einen tatsächlichen beschwerdegrund hätten Sie, wenn der verkäufer, bei dem Sie die Ware per Paypal gekauft haben, seine Gutschrift nicht sofort bekommen hätte.

    Das meint Paypal auch mit „vorschießen“: wenn sie etwas per Paypal kaufen, erhält der Verkäufer sofort eine Gutschrift auf seinem Paypal Konto und kann damit sofort über das Geld verfügen; also bevor paypal das Geld überhaupt von Ihrem Konto abgebucht hat.

    Wie kommen Sie denn darauf, dass die Zahlung eine Woche gedauert hat? Hat Ihnen das der Verkäufer erzählt?
    Wenn er Ihnen das erzählt hat, hat er entweder tatsächlich ein problem mit Paypal, weil das dem Prinzip von PayPal wiedersprechen würde, oder er sucht eine Ausrede für eine verspätete Auslieferung. Oder noch schlimmer: er kann gar nicht liefern.

    Wie gesagt, Sie sollten die Sache nochmals genau recherchieren.

    Kommentar von Charlie — 07.02.2009 @ 8:52

  4. Hi,

    Eine Firma, die Dinge verkauft und sich diese Dinge über PayPal bezahlen lässt, bekommt das Geld von PayPayl sofort, wenn der Kunde die Zahlung anweist.

    Haben die nach eigenem Bekunden nicht – fünf Tage, nachdem das Geld von meinem Konto weg war. Darüber bin ich ja so wütend!

    Einen tatsächlichen beschwerdegrund hätten Sie, wenn der verkäufer, bei dem Sie die Ware per Paypal gekauft haben, seine Gutschrift nicht sofort bekommen hätte.

    Genau das ist der Fall gewesen. Darum habe ich die Lastschrift ja auch nach einer Woche von meienr seite aus durch WIderspruch storniert. Also zusammengefaßt:

    - PayPal belastet am 30. Januar mein Konto,
    - bis zum 6. Februar hat nach eigenem Bekunden (eMail liegt vor) der Händler kein Geld, und also die Ware nicht verschickt.

    Das kann nicht korrekt sein, oder??

    Kommentar von Harry Zingel — 07.02.2009 @ 9:02

  5. Dann hat der Händler ein Problem mit Paypal; seien Sie vorsichtig!
    Haben Sie vom Händler nur die E-Mail, in der er behauptet, kein geld bekommen zu haben?

    Bei Paypal heißt es:
    „Von Online-Shoppern wird PayPal besonders geschätzt, weil der Kaufbetrag dem Verkäufer in der Regel sofort gutgeschrieben wird – und dieser die Ware somit schneller verschicken kann. Immer wichtiger ist für Online-Nutzer auch, dass Bank- und Kreditkartendaten von PayPal nicht an Dritte weitergeben werden – ein Plus an Sicherheit.“

    Gut, das steht „in der Regel“; wenn Paypal nun tatsächlich gewartet hat, bis der Betrag von Ihrer Bank freigegeben wurde kann das natürlich dauern; in der zweiten Zeilen steht ja, dass die Lastschrift noch gar nicht erfolgt ist.
    Den Gegenstand, den Sie gekauft haben, wurde am 30.01.2009 gekauft haben, das war ein Freitag. Üblicherweise werden Lastschriften auch im Computerzeitalter noch geprüft; sind sie sicher, dass Ihr Bankkonto schon am 30.01.2009 von Paypal belastet wurde? Laut dem Auszug oben wurde ja noch gar keine Lastschrift durchgeführt. Ist der Betrag von Ihrem Bankkonto abgebucht worden oder nicht?

    Kommentar von Charlie — 07.02.2009 @ 9:33

  6. Hallo Herr Zingel,

    Sie sind nicht allein: http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=178872

    Scheint bei Paypal üblich zu sein. In diesem Fall, werde ich wohl auch über eine weitere Nutzung nachdenken müssen

    Kommentar von Charlie — 07.02.2009 @ 9:38

  7. Allerdings steht es auch in den AGB von Paypal; und als gewissenhafter Kunde hat man die natürlich gelesen ;)

    Kommentar von Charlie — 07.02.2009 @ 9:40

  8. „Nur ob die auch einen QM-Beauftragten haben?“

    Ein QM hat vor allem dafür Sorge zu tragen, dass ein definierter Standard eingehalten wird. Wenn die Sicherheitsüberprüfungen im Qualitätsstandard definiert sind, was anzunehmen ist, wird sich der QM-Beauftragte über Ihre Begründung freuen, denn sie zeigt Ihm, dass die geforderten Sicherheitsüberprüfungen im Unternehmen durchgeführt werden.

    Im Volksmund wird „Qualität“ oft anders interpretiert, als dies in Qualitätsmanagemnentsystemen der Fall ist.

    Kommentar von Charlie — 07.02.2009 @ 9:55

  9. Würde ich mich so aufregen, wenn nichts abgebucht worden ist? Warum ist das bloß so schwer klarzumachen:
    - am Freitag, dem 30.01.2009 habe ich bestellt, PayPal-Zahlung
    - Paypal muß mein Konto sofort (innerhakb von Minuten) belastet haben, denn am Montag, dem 2. Februar war das Geld von meinem Konto runter (ich bin nicht blind, ich habe kontoauszüge), und vom freitag auf den Montag ist nur ein Banktag.
    - dann nix mehr.
    - der Händler schreibt am Sonnerstag, dem 5. Februar, er hätte kein Geld, und die Transaktion steht als „offen“, wie in dem Artikel gezeigt.
    - Da habe ich am Freitag, dem 6. Februar von meiner Seite aus die Lastschrift storniert, mir die Sache anderswo besorgt. Heute, am Samstag, dem 7. Februat, iche ich das Ding per Post bekommen. Ohne PayPal.

    Also, nochmal zum Mitmeißeln: PayPal bucht sofort und wartet dann eine Woche. Händler kein Geld, ich kein Geld, steht aber als „offen“ drin. Wo ist das Geld, eine ganze Woche lang abgeblieben??

    Kommentar von Harry Zingel — 07.02.2009 @ 10:27

  10. Ja klar, das hebe ich natürlich verstanden, ich habe ja inzwischen den Link reingestellt, wo ein ähnliches Problem geschildert wird.

    … und den Hinweis, dass die Sicherheitsüberprüfungen in den AGB von paypal stehen.

    Kommentar von Charlie — 08.02.2009 @ 7:42

  11. Moin,

    ja, den Link habe ich gesehen, vielen Dank :-) Das hier scheitn ja mittlerweile eine spannende Debatte zu sein, wo meine BWL-Artikel doch sonst beiweitem nicht so viele Kommentare finden :-)

    In der Tat steht das mit den Sicherheitsüberprüfungen in den AGBs, und es ist letztlich ja auch in meinem Interesse: ich war schließlich letztes Jahr Ziel einer achtmonatigen (!) Hetzkampagne, die ein krimineller Betreiber einer Bildungsfirma, über die ich kritisch gebloggt hatte, gegen mich geführt hat. Und der hat öffentlich dazu aufgerufen, mich auszuspionieren: ich weiß also ganz genau, wofür Sicherheitskontrollen gut sind.

    Nur muß das eine Woche dauern?

    Es ist halt immer dasselbe: Männer und ihre Spielsachen. Keiner wartet gerne drauf, weder ein paar Minuten an der Kasse, noch tagelang auf ein nie eintreffendes Paket. Und ich sehe halt nicht wirklich ein, warum im Zeitalter der Vernetzung sowas so lange dauern muß… so daß es am Ende eben doch keine Sicherheitskontrolle sein dürfte: die wollen nur mein Bestes: mein Geld. Und damit ein paar Tage spekulieren… das ist, soweit ich sehe, der Sinn des Ganzen.

    Kommentar von Harry Zingel — 08.02.2009 @ 7:50

  12. Ich bin Händler und empfange regelmässig PainPal Zahlungen. Das von Harry Zingel geschilderte Geschehen kann ich bestätigen. Es kommt öfters vor, dass der Kunde per PainPal bezahlt und dann die Zahlung bei mir auf dem PainPal Konto tagelang als „Offen“ gekennzeichnet ist – ich also kein Geld vom Kunden empfangen habe und solange auch nicht liefere.

    Meist verlieren die Kunden dann die Geduld, stornieren bei PainPal und zahlen per Überweisung.

    Kommentar von Marc — 08.02.2009 @ 4:08

  13. Hi Marc, und ich dachte schon, ich wäre der einzige Ungeduldige ;-) Aber PainPal ist gut. Das trifft wirklich!

    Ich bin übrigens gespannt, wie die auf meine Lastschriftrückbuchung reagieren. Ich vertreibe ja selbst meine CDs und Bücher, und lege täglich einen Stapel Lastschriften bei meiner Bank vor. Daher kenne ich auch das Problem mit den Rücklastgebühren ganz gut. Wie PainPal damit klarkommt, wo ich dort schon aufgegeben habe, wird interessant zu beobachten.

    Kommentar von Harry Zingel — 08.02.2009 @ 4:59

  14. Paypal zahlt dem Händler nur dann sofort das Geld aus, wenn der Kunde per Kreditkarte, Giropay oder Paypalguthaben zahlt. Leider habe ich diese Erfahrung bei Onlinekäufen in Italien und USA machen müssen. Ich habe bereits mehrmals Zahlungen an Händler über Paypal veranlasst und Paypal macht j e d e s m a l die sogenannte Sicherheitsprüfung wenn man die Zahlungsart Lastschrift wählt.
    Abgebucht wurde diesmal das Geld am 3.6.09 frühmorgens von meinem Konto. Es ist bis heute (8.6.) nicht bei dem Händler in USA gebucht und selbst meine Abbuchung wird weiterhin als offen ausgewiesen. auf meine Rückfrage wurde mir erklärt, ich hätte den Betrag ja auch an Paypal überweisen können. Wozu brauche ich dann noch Paypal? Ich habe es bisher aus Sicherheitsgründen genutzt. In Zukunft werde ich mir für solche Einkäufe eine Prepaidkreditkarte zulegen und den Account bei Paypal schließen. Ein Witz ist es auch, dass ich zum Zeitpunkt der Zahlung ein Paypalguthaben hatte, dass bis auf ca. 60 Cent für die Zahlung gereicht hätte. Wieso wurde nicht wie in der Vergangenheit nur die Differenz von meinem Bankkonto abgebucht. Weil Paypal nur daran verdienen will und nur das ist der Grund! Ich kenne keine andere BANK die so handelt.

    Kommentar von nurmalso — 08.06.2009 @ 2:49


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