Harry Zingel’s BWL-Weblog

27.06.2009

Beitrag zur Zinstheorie, Entwurfsversion

Im Forum für Betriebswirtschaft gab es kürzlich eine Reihe von Debatten über Zinstheorie. Diese hängen mit der Kosteneigenschaft (oder Nicht-Kosteneigenschaft) von Schuldzinsen, der Bemessung des kalkulatorischen Risikos und der Berechnung der kalkulatorischen Verzinsung zusammen. Am 6. Juli wird zu diesem Thema ein umfangreicherer Artikel im BWL-Boten erscheinen. Das zugehörige Paper mit meinen Thesen und den zugehörigen Begründungen ist vorab online gestellt worden. Wer an der Debatte teilnehmen will, klickt hier (PDF, 173k, druckbar):

Mindestrentabilität und die Grundgedanken der Zinstheorie

Mindestrentabilität und die Grundgedanken der Zinstheorie

Die herunterladbare Datei ist wie üblich geschützt, aber unbeschränkt druckbar.

Der Artikel ist allgemein über die Titelseite des Boten am 6. Juli verfügbar. Bitte vorab im Forum oder per eMail kommentieren; es können sich bis zum Erscheinen noch Änderungen ergeben.

Zu dem Thema stehen weitere Publikationen unmittelbar bevor. Die Drucker sind dem Vernehmen nach mit ihrer Arbeit schon fertig ;-) Bekanntgabe voraussichtlich am 7. oder 8. Juli.

Harry

18.06.2009

Möbel für Analphabeten, oder vermeidbare Fehler

Produktionsbetriebe sind oft sehr qualitätsorientiert, denn die Konkurrenz macht ebenso gute Produkte. Man kann sich also nur im Bereich des formalen und des erweiterten Produktes vom Mitbewerber abheben. Dort findet der Wettbewerb statt – meistens. Einige Fehler wurden nämlich noch immer nicht eingesehen. Dabei genügt, wie so oft, ein wenig gesunder Menschenverstand.

So ärgere ich mich seit Jahren über Bedienungsanleitungen, die ausschließlich aus kryptischen Skizzen bestehen und kein einziges Wort beschreibenden Text enthalten. Anstatt daß die Montage der Teile, aus denen ein zerlegt geliefertes Möbelstück besteht, Schritt für Schritt erklärt wird, muß man sich mit Zeichnungen auseinandersetzen, aus denen nicht hervorgeht, welche Schrauben wohin gehören, oder wie herum man ein Brett halten muß, wenn man es befestigt. Anscheinend hält man alle Möbelkäufer für Analphabeten IKEA ist angeblich die Übersetzung für „ich kriege einen Anfall“.

Während unsere zahlreichen Bücherregale längst von einer übrigens sehr empfehlenswerten Tischlerei gebaut werden, haben wir letzzte Woche doch einen Gartentisch in einem Möbelmarkt gekauft. Die zugehörige Aufbauanleitung zeigt das folgende, wenig optimale Bild:

Aufbauanleitung für einen Gartentisch

Aufbauanleitung für einen Gartentisch

Was also sagt uns das über die vielen gebogenen Metallteile, aus denen man den Fuß zusammensetzen muß? Wozu sind die vielen mitgelieferten Schrauben, und was soll man mit den komischen kleinen Plasteteilen machen?

Immerhin hat der Hersteller dazugelernt. Diese Anleitung ist nicht mehr für Analphabeten. Jaaa, sie enthält sogar ein wenig beschreibenden Text:

Eine gut lesbare Teileliste

Eine gut lesbare Teileliste

Immerhin, das hier ist nicht mehr für Analphabeten: man muß Sinologe sein, oder gleich selbst aus China stammen, um das hier zu verstehen. Haben die Hersteller uns also früher alle für des Lesens unkundig gehalten, werden jetzt die Anforderungen an kognitive Grundfertigkeiten des Kunden doch deutlich gesteigert ;-)

Insgesamt war der Tisch wieder erneut ein Grund für einen Anfall – und zwar auch für meine Frau, die es aber letztendlich doch geschafft hat: für meine breiten Bärentatzen ist das ohnehin nix. Wenn es nicht mit der Tastatur geht, versuche ich es mit der Maus. Wenn das auch nicht geht, lasse ich es verächtlich liegen.

10.06.2009

BWL CD: jetzt auch neuer HGB-Gesetzeswortlaut

Nachdem wir schon im April die BWL CD auf das neue HGB-Bilanzrecht aktualisiert haben, ist nunmehr auch ein neuer, vollständiger HGB-Gesetzeswortlaut mit den eingearbeiteten Änderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf der BWL CD erschienen.

Die BWL CD 2009

Die BWL CD 2009

Die BWL CD ist eine umfassende Ressource für die betriebswirtschaftliche Aus- und Fortbildung in den Bereichen Rechnungswesen, Controlling udn Betriebswirtschaftliche Funktionenlehre. Neben allen 12 Büchern, die ich geschrieben habe, enthält sie mein Lexikon für Rechnungswesen und Controlling (2.000 Seiten), 250 Skripte und Materialsammlungen für den Unterricht, 200 Excel®-Lösungen, Datenbanken und vieles andere mehr.

Nachdem am 3. April 2009 der Bundesrat dem Regierungsentwurf der Bilanzrechtsmodernisierung zugestimmt hat, haben wir fieberhaft an den zahlreichen Updates gearbeitet. Seit Ende April wird die BWL CD mit neuem Sachstand hinsichtlich HGB-Abschluß angeboten. Leider fehlte aber noch der eigentliche neue HGB-Gesetzeswortlaut, weil anfangs nur das Artikelgesetz mit den Änderungen vorhanden war, aber kein konsolidierter neuer Gesetzestext.

Dieser neue Gesetzestext wurde nur auf  der BWL CD veröffentlicht.

Dies ist für sich aber nur ein kleines Update, da Gesetzestexte ja überall im Netz kostenlos verfügbar sind, und man die BWL CD nicht wegen der auf ihr enthaltenen Gesetzestexte kaufen sollte. Ein viel größeres Update ist derzeit schon fertig und auf ausgelieferten CDs bereits seit einiger Zeit enthalten. Das wird aber erst Anfang Juli öffentlich gemacht…

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