Bisher bin ich hier eher dafür bekannt, zu meckern. Ich gelte als böser Kritikaster. Heute mache ich es mal anders, und lobe die Universität Lüneburg, insbesondere deren Verwaltung. Die arbeitet nämlich schneller und effektiver als erwartet.
So benötige ich ein bestimmtes Dokument, das die dort ganz bestimmt rumliegen haben. Ich weiß, die gewähren mir auch mein Begehr, aber es ist eben ein Verwaltungsakt. Als ich heute früh um neun zum Hörer greife denke ich mit Schrecken an frühere Versuche, die Stadtwerke anzurufen. Zu meinem Erstaunen sind die Leitungen erreichbar, und wenig später funktioniert sogar der Fax. eMails werden gelesen. Meine Zuge entspannen sich.
Nach nur ganz wenig Erläuterung meines kleinen Anliegens scheint die Sache unterwegs zu sein. Auch hier habe ich anderswo schlechte Erfahrungen gemacht. Banges Warten. Wie langsam die Zeit vergehen kann. Doch der befürchtete Kampf gegen Windmühlenflügen findet nicht statt: schon nach nur drei Stunden spuckt der Fax vorab ein nettes Brieflein an mich aus, von der Uni Lüneburg, das gewünschte Dokument.
Ich bin geplättet.
Immerhin muß einer dort ins Archiv gestiegen sein, des Schriftstücks habhaft zu werden, also nicht nur ein paar Mausklicks in einer Datenbank, sondern solide Sucharbeit eines Menschens. Drei Stunden sind für so was eine reife Leistung, jedenfalls bei einer so großen Organisation, und das diesmal ganz ohne Ironie und Spott.
Einst wurde ich als Student aufgrund einer meiner Studienarbeiten für einen Forschungspreis vorgeschlagen. Jetzt zeichne ich hiermit die Universität Lüneburg für schnelles Verwaltungshandeln aus. So soll es sein!